5.6. Der Mensch und die Umwelt

Der Mensch ist in sich gekehrt. Dieser Egoismus blendet ihn und lässt ihn nicht merken, dass die Welt anders konstruiert ist, als es sich der Mensch wünschen würde.

Für diesen Zustand sind die Religionen verantwortlich, welche den Menschen glauben lassen, dass er das Ziel der Erschaffung ist, sogar seine Umgebung wurde ihm in den Besitz gegeben. Um diese Abgrenzung zu festigen, hat nur der Mensch eine Seele bekommen, alle anderen Lebewesen nicht. Dieser Standpunkt hat eine deutliche Grenze zwischen dem Menschen und der Umwelt kreiert.

Der mit solcher Blindheit bewaffnete Mensch hat aufgehört wahrzunehmen, dass er selbst auch ein Teil der Umwelt ist, wenn auch ein kleiner. Der Mensch versteht somit nicht mehr, dass er durch Vernichtung der Bindungen mit der Umwelt, seinen eigenen Untergang verursacht. Diese Blindheit funktioniert wie ein Betäubungsmittel. Der Mensch hat aufgehört den Schmerz zu spüren, welchen er der Umwelt zufügt. Als Folge davon wurde die Umwelt verwüstet und die Welt bis an die Grenzen überbevölkert.

Jede Betäubung wirkt aber nur eine begrenzte Zeit. Jeder so gelinderte Schmerz kehrt irgendwann zurück und zwar mit mehrfacher Stärke. Der Schmerz ist eine Strafe für unkorrektes Verhalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieses falsche Verhalten bewusst oder unbewusst war, mit guten oder schlechten Absichten.

Heute wird die Rechnung für das falsche Verhalten ausgestellt.

So wie alle vorherigen Zivilisationen ihren Untergang erlebt haben, so wird auch diese Zivilisation, welche auf dem menschlichen Egoismus aufgebaut wurde, ihren Untergang erleben. Die Frage ist nur, ob der zu erwartende Fall hart oder weich sein wird.

Es ist schwierig abzuschätzen, ob es für den Menschen schon zu spät ist oder nicht. Eines ist aber sicher: Die Tatsache, dass der Mensch seine Verbindungen mit dem allgemeinen Leben nicht wahrnimmt, führt direkt zu seinem Untergang. Jedes Bewusstsein muss die Entwicklungsprinzipien des Universums respektieren. Jedes Bewusstsein muss irgendwann das Zepter einem anderen übergeben, welches bewusster ist. Jeder Glaube muss verifizierbar sein und einem Glauben weichen, der der Wahrheit eher entspricht, denn eine Wahrheit ohne Bestätigungsmöglichkeiten ist keine Wahrheit. Der Glaube ist keine Bestätigung der Wahrheit. Ebenso ist die Gewalt keine Bestätigung der Wahrheit.

Alle Populationen suchen das Gleichgewicht mit der Umwelt. Der Mensch widerspricht dem Prinzip der parallelen Entwicklung, weil ihm ein solches Gleichgewicht gleichgültig ist. Es gibt zwei Möglichkeiten die parallelen Bewusstseine zu reduzieren, die Harmonisierung oder der Krieg. Der Mensch hat sich für den Krieg entschieden. Jeder Krieg führt aber zur Selbstvernichtung.