5.2.3. Gott und Götter

Das Universumsmodel nimmt die Existenz von Gotte an.

Gott ist die Äquivalenz der Bewusstseinssphäre.

In diesem Modell ist Gott zusammen mit dem Universum entstanden und entwickelt sich auch zusammen mit dem Universum. Das Universumsbewusstsein hat den Menschen kreiert. Allerdings bereichert auch der Mensch das Universumsbewusstsein. Der Mensch ist von Gott abhängig, da der Mensch den Prinzipien des Universum unterliegt. Gott entwickelt sich jedoch zusammen mit dem Menschen, weil die Entwicklung des Menschen das Bewusstsein bereichert.

Natürlich kann man glauben, dass Gott die Welt kreiert hat, dass Gott ewig existiert hat, und dass Gott eine unendliche Weisheit ist. Es wird aber sehr schwierig in einer solchen Welt folgende einfache Frage zu beantworten: Wozu benötigt man die Entwicklung, wenn die unendliche Weisheit schon erreicht wurde?

Man kann an jede mögliche oder unmögliche Realitätsdarstellung glauben. Diese Tatsache lässt sich nicht ausschliessen. Wenn irgend jemand vor einen rasenden Lastwagen läuft und meint, dass er ewig leben wird, dann hat er ein Recht dazu. Was zählt ist nur das, was die Zeugen dieses Experimentes sehen und welche Lehre sie daraus ziehen.

Das Universumsmodel nimmt auch die Existenz von Göttern an.

Die Götter sind die kollektiven Bewusstseine von jeglichen, auch menschlichen Populationen.

Der Mensch kreiert eigene Götter, die Götzen.

Die Götzen sind Götter des menschlichen kollektiven Bewusstseins.

Dabei muss man aufpassen, welche Götzen man zum Leben erweckt. Es existieren die richtigen und die falschen Wege. Der falsche Weg dient der Erkenntnis, dass es nicht der richtige Weg ist. Genauso ist es auch mit den Götzen, welche man entstehen lässt.

Durch seinen Glauben unterwirft sich der Mensch dem Willen des Götzen, an welchen er glaubt. Dieser Götze existiert nur dann, wenn eine gewisse Gemeinschaft an ihn glaubt. Durch Beten zur Gottheit, erschaffen die Gläubigen ein harmonisches Bewusstseinfeld. Dieses Feld wirkt sich infolgedessen auf die Gläubigen aus und übernimmt ihre Kontrolle. Somit ist der Götze eine objektive Ausgeburt des menschlichen Bewusstseins.

Jeder hat ein Recht zu glauben, weil Glauben seiner Existenz einen Sinn gibt. Das Problem liegt aber darin, ob man an Gott oder an einen Götzen glaubt. Und wenn man schon an einen Götzen glaubt, dann ist es relevant, an was für einen Götzen.

Wenn irgend jemand einer Sekte beitreten will, dann sollte ihm bewusst sein, dass sein Wille dem Willen der Sekte untergeordnet wird. Da gibt kein Entkommen. Wenn man zusammen lebt und betet, dann unterwirft man sich dem Willen der von der Sekte kreierten Gottheit. Es ist ein absoluter Fehler blind einer Gemeinschaft beizutreten. Man sollte sich immer zuerst mit der Gottheit vertraut machen, welche man später zu verehren hat. Man soll sich nicht von der Realität trennen, da man auf diese Weise sehr schnell versklavt werden kann. Dieser Prozess hat einen physikalischen Charakter, genauso wie das harmonische Feld, dem man unterliegen wird, einen physikalischen Charakter hat.