5.2.1.3. Das Gesetz

Das kollektive Bewusstsein realisiert eigene Ziele, indem es den Einzelbewusstseinen gewisse Verhaltungsregeln aufzwingt. Abhängig vom Gerechtigkeitszustand werden diese Regeln vom Einzelbewusstsein respektiert oder auch nicht.

In der menschlichen Welt werden die Verhaltungsregeln des kollektiven Bewusstseins in Form des Gesetzes aufbewahrt.

Heutzutage ist das Gesetz eine Wissenschaft für die Wissenschaft. Eine Frage behält immer ihre Gültigkeit: ist das Gesetz gerecht? Es gibt nur ein Mass der Gerechtigkeit: das Prinzip des steigenden Bewusstseins.

Wenn das Gesetz eine optimale Entwicklung des kollektiven Bewusstseins wie auch aller Einzelbewusstseine garantiert, dann ist es gerecht.

Ein Gesetz kann nicht gerecht sein, wenn es zulässt, dass sich Arme nicht ausbilden können, während einige Reiche ein Vermögen besitzen, das grösser ist als das Vermögen mancher Länder.

Ein Gesetz kann nicht gerecht sein, wenn es zulässt, dass man Milliarden für Massenvernichtungswaffen ausgibt, während die Menschen in armen Ländern den Hungertod erleiden.

Und dies nur, weil in einer bestimmten Entwicklungsetappe der Menschheit die Aufteilung wichtiger war als die Harmonisierung. Dies passiert nur dann, wenn die Harmonisierung nicht möglich ist, zum Beispiel wegen der Distanz zwischen den einzelnen Gesellschaftsgruppen.

Wo liegt die Gemeinsamkeit mit der heutigen Situation? Nirgendwo. Das Gesetz muss also neu konstruiert werden. Die Differenzen sollten dabei keine Rolle mehr spielen. Der einzelne Mensch soll endlich mal verstehen, dass er selbst der andere Mensch ist.