4.1. Der Glaube

Es existiert immer eine Lücke zwischen dem was schon erkannt und verstanden wurde, und dem was unbekannt und unverständlich bleibt. Diese Lücke wird durch den Glauben ausgefüllt. Das ist eine Folge des Prinzips des steigenden Bewusstseins, das besagt, dass Unbekanntes definiert werden muss. Die Thesen von solchen Definitionen sind die Ideen, die den Glauben bilden. Diese Ideen unterliegen einem Verifizierungsprozess und werden entweder als Wissen akzeptiert oder sie werden abgelehnt.

Der Glaube ist ein Satz von Ideen, welcher die unerklärte Realität abbildet.

Der Glaube determiniert die Entwicklungsrichtung des Bewusstseins. Diese Richtung muss nicht objektiv sein. Der Glaube ist eine Vorstellung von der immer noch nicht verstandenen Realität. Inwieweit diese Darstellung korrekt ist, hängt vom aktuellen Wissen ab.

Zwischen Glauben und Wissen liegt eine schmale Verifizierungsbarriere. Wird diese Barriere eliminiert, dann wird der Glaube als Wissen betrachtet. Die Verifizierung wird aber unabgängig vom entsprechenden Willen durchgeführt, weil die Realität sich nicht unbedingt dem Glauben unterwerfen will. Vor allem die materielle Welt ist objektiv und unterliegt nicht dem Einfluss der Ideen.

Die Verifizierung des Glaubens wird also immer durchgeführt. Es sind dabei grundsätzlich zwei Varianten möglich. In der optimalen Variante wird das Bewusstsein selbst die falschen Ideen eliminieren. Dazu wird der Prozess des Löschens von Ideen verwendet. Findet diese Variante nicht statt, dann kommt die zweite Variante zum Zug. Das Bewusstsein, welches mit falschen Ideen aufgebaut wurde, wird dann früher oder später vom Prozess der parallelen Entwicklung eliminiert.