3.9. Das Leben und der Tod

Das Leben ist die Menge aller Bewusstseinsträger.

Das Leben rollt wie eine Welle quer durch die Zeit. Diese Welle sammelt stetig neue Informationen, klassifiziert sie und wächst zu Stärke. Dieses Kraftwachstum ist durch das steigende Bewusstsein bedingt.

Das Leben ist vielseitig. Gemäss des Prinzips der parallelen Entwicklung kreiert das Leben mehrere Einzelbewusstseine anstelle eines globalen Bewusstseins. Diese Einzelbewusstseine belegen mehrere Ebenen der Bewusstseinhierarchie. Jedes Einzelbewusstsein entsteht, existiert und vergeht. Als Folge davon dauert das Leben „ewig“, das Dasein des Einzelbewusstseins jedoch nicht.

Das Zerfallen des Einzelbewusstseins ist der Tod.

Warum ist das so? Das Prinzip des steigendes Bewusstseins verlangt dies. Während des Wachstumsprozesses kreieren die Einzelbewusstseine intensiv eigene Ideen. Gleichzeitig streben sie nach eigener Integrität und unterliegen der Sättigung. Schlussendlich hemmt dieser Integrationsprozess das Wachstum des Bewusstseins. Das, was zu Beginn für die Entwicklung des Einzelbewusstseins förderlich war, hemmt am Schluss dessen Entwicklung. Die Folge davon ist der Zerfall des Einzelbewusstseins.

Dieser stetige Zerfall- und Neubauprozess ist der einzige Weg für das Wachstum des Universumsbewusstseins. Der Tod ist das Ende eines Einzelbewusstseins aber auch der Anfang des Umbauprozesses. Am Platz des gelöschten Bewusstseins erscheint ein neues, welches die alten Ideen übernimmt, um sie umzugestalten. Das neue Bewusstsein wird die alten Ideen um die eigenen bereichern und sie dann weiterleiten.

Es gibt noch einen anderen Aspekt von Leben und Tod. Das Leben ist gleichzeitig die „Nahrung“ für sich selbst. Zu diesem Prozess gehört auch der gegenseitige Konsum. Dieser Prozess ist aus der Sicht einiger Menschen die „brutale Seite“ des Prinzips des steigenden Bewusstseins. Die Information braucht den Träger. Dieser Träger ist die lebendige Materie. Was einmal gelebt hat, sollte weiter leben. Das Einzelwesen stirbt, aber das Leben als ganzes wächst weiter an Stärke.

Der gegenseitige Konsum ist nicht nur eine Wiedergewinnung der Rohstoffe sondern auch eine Wiedergewinnung der Informationen. Das Bewusstsein ist mehrschichtig und ebenso mehrschichtig sind die Aufgaben seines Trägers.

So wie das Bewusstsein sich ständig umwandelt, so muss sich auch die lebendige Masse, welche dieses Bewusstsein trägt, ständig wandeln. Das Bewusstsein organisiert sich dauernd neu, wie auch seine Träger.