3.2.4. Die Ideen

Die Ideen sind Bestandteile jedes Bewusstseins. Ihre Eigenschaften werden wir allerdings am Beispiel des menschlichen Bewusstseins analysieren.

Unsere Weltanschauung besteht darin die Realität so zu vereinfachen, dass die Realität gewissermassen vorhersehbar wird.

Andererseits würden wir die Realität genau nachbilden wollen, dann müssten wir für diesen Zweck alle Ressourcen der Realität verbrauchen. Somit würde es keinen Platz mehr für die Realität geben und wir hätten auch nichts mehr nachzubilden.

Zwangsläufig müssen wir also ein vereinfachtes Modell der Realität verwenden.

Analysieren wir eine Bewegung. Um einen Ball zu fangen, muss man seinen Flug voraussehen können. Man muss die Geschwindigkeit, den Einfluss der Gravitation und des Luftwiderstandes auf den Ballflug abschätzen, entsprechend die Körperbewegung harmonisieren, vorzeitig abspringen und am Ende den Ball fangen.

Unser Intellekt verfügt über ein Modell der Realität und dieses wird auch verwendet. Dieses Modell wird durch einen Satz von Ideen gebildet. Wir idealisieren die Realität, indem wir sie zu fundamentalen Abhängigkeiten vereinfachen.

Untersuchen wir, wie ein möglicher Ideenmechanismus funktionieren könnte.

Entsprechend der harmonischen Analyse, kann jeder beliebig komplizierte Verlauf in die harmonischen Komponenten zerlegt werden. Wenn man die Anzahl dieser elementaren Komponenten begrenzt, bekommt man die Verläufe, welche in einem bestimmten Bereich mit einer bestimmten Genauigkeit dem Ausgangsverlauf entsprechen. Durch diese Massnahmen gelingt es die Realität so abzubilden, dass man in dieser Realität funktionieren kann.

Das ist gerade die Idee. Etwas unrealistisch, was aber eine Ahnung über die Realität gibt.

Die Idee ist ein Minimum der Information in einer harmonischen Zerlegung, welche notwendig ist um ein Element der Realität zu identifizieren.

Wie man sieht, hat die Idee einen relativen Charakter. Sie ist abhängig von der Stärke des Willens verschiedene Fragmente der Realität zu unterscheiden.

Wenn man einen Pilz von einem Baum unterscheiden will, dann braucht man dazu nur ein paar Komponenten.

Wann man aber einen Steinpilz von einem Fliegenpilz unterscheiden will, dann wird man dafür einige Komponenten mehr benutzen müssen.

Man kann bei diesem Beispiel sehen, dass die Ideen den Umfang der Wahrnehmung auf die Wahrnehmung der Differenzen beschränken. Gemeinsame Merkmale werden dabei eliminiert. Diese Art der Wahrnehmung verursacht gewisse Unsensibilität im Bezug auf gemeinsame Eigenschaften.

Die reale Welt beinhaltet keine Vereinfachungen. Das Bewusstsein ist eine Menge der Ideen. Es ist eine Menge der Modelle der realen Welt. Das Bewusstsein ist also eine Vereinfachung der realen Welt.

Die lebendige Welt ist eine Implementierung des Bewusstseins des Universums durch die Ideen der realen Welt. Die lebendige Welt ist der Wille des Universums sich selbst zu verstehen.