2.4. Das Bewusstsein der Gene

Die Evolutionstheorie geht von der Annahme aus, dass die Gene passive Träger der Information sind. Diese Gen-Information wird also während des Befruchtungsprozesses nach dem Zufallsprinzip konfiguriert.

Der Zufall soll hier entscheiden, welche Gen-Abschnitte des Wesens A und des Wesens B dem Wesen C übertragen werden. Dieses Modell lässt die Möglichkeit nicht zu, dass die fehlerhaften Sequenzen der Gen-Information während des Befruchtungsprozesses ausselektiert werden.

Dieses Modell erklärt auch nicht, nach welchem Prinzip die in den Genen gespeicherte Information bereichert wird.

Wir vernachlässigen hier die Theorie, dass zufällige Änderungen im Code, welche zum Beispiel durch die Strahlung verursacht wurden, durch die Eliminierung von schwachen Exemplaren zur Bereicherung der Gen-Information geführt haben könnte. Es ist als ob man glauben würde, dass ein Computerprogramm, welches Millionen von Befehlen beinhaltet, weiterentwickelt werden kann, indem man die Befehle vertauscht oder einen unsinnigen Text dazu schreibt, welcher nicht unbedingt als ein Programmcode zu verstehen ist. Die Benutzer werden dann selber entscheiden, welches Programm besser ist. Nur wieso soll ein solches Programm überhaupt laufen?

Wenn die Entwicklung von Gattungen dem Zufallsprinzip unterliegen soll, dann sollte das Zufallsprinzip alle Gattungen betreffen. Immerhin kennt der Zufall keine Ausnahmen. Es sollten also für alle Gattungen, welche sich nach dem gleichen Prinzip im gleichen Zyklus vermehren, gemeinsame Zeitkonstanten existieren, welche die Zeit bestimmen, nach welcher sich gegebene Gattungen umwandeln müssen. Dies ist aber nicht der Fall. Es gibt Gattungen, welche sich sehr schnell umwandeln, es gibt aber auch solche, welche sich kaum mehr entwickeln.

Betrachten wir also ein anderes Modell, in welchem das Bewusstsein in der Selektion der Gen-Information eine aktive Rolle spielen wird.

Wir werden einige solche Modelle generieren. Die Aufgabe vom ersten Modell ist die Bereicherung des Gen-Codes. Das zweite Modell wird dazu dienen einen solchen Code zu verbreiten. Dem dritten Modell kommt die Aufgabe zu, die fehlerhaften Sequenzen aus dem alten Gencode zu eliminieren. Diese Modelle eliminieren die Evolution der Gattungen nicht, reduzieren sie aber auf einen Mechanismus, welcher die Relation des Codes im Verhältnis zur Umwelt verifiziert.