2.3.1. Die Bürokratie

Die Bürokratie besteht darin, dass jedes einzelne Lebewesen seine Aufgabe ausführt, ohne zu wissen oder zu verstehen, wie die Gesamtheit gebildet wird. Das einzelne Lebewesen wird in einer entsprechenden Hierarchie plaziert und erledigt die Teilaufgabe, welche dem entsprechendem Hierarchieplatz zugeordnet sind. Das einzelne Lebewesen muss seinen Platz in der Hierarchie erkennen können und die zugeordneten Aufgaben realisieren.

Die Gesamthierarchie und die Teilaufgaben wurden einmal definiert. Mit der Zeit können kleine Veränderungen vorgenommen werden. Die Summe der kleinen Veränderungen erlaubt der Hierarchie sich langsam den Umweltveränderungen anzupassen.

Jede Ameise hat ihren genetischen Code, welcher ihr von der Königin im Ei zugeordnet wurde. Man kann annehmen, dass im genetischen Code die bürokratische Hierarchie aufgezeichnet wurde. Die Ameise nimmt ihren Platz in der Hierarchie ein und führt den Auftrag aus, welcher diesem Platz zugeordnet wurde.

Die Königin könnte bei der Eiablage die Eier zählen. Theoretisch könnte sie also die Anzahl der Plätze in der Hierarchie der Grösse der Population anpassen. Dies würde bedeuten, dass die Königin die Eier so ablegt, dass der jeweilige genetische Code dem Platz in der Hierarchiestruktur entspricht.

In diesem Modell gibt es nur in eine Richtung einen Informationsfluss. Die Königin und ihr genetischer Code entscheiden über alles. Es gibt keine Rückkopplung der Information.

Es lässt sich in diesem Schema nicht erklären, wie eine Änderung der Technologie den Weg in den genetischen Code findet. Wenn eine Ameise per Zufall eine neue Technologie entdeckt hat, dann hat sie keine Möglichkeit diese Information an die Königin und in den genetischen Code weiterzuleiten.