2.1.5. Fragen als der Weg zur Wahrheit

Ist es überhaupt möglich die Wahrheit zu erfahren? Vielleicht ist die Wahrheit abhängig von der Sprache oder der Kultur. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es genau so ist. Für jeden eine einzelne Wahrheit.

Probieren wir anzunehmen, dass eine absolute Wahrheit existiert. Um zu dieser Wahrheit zu gelangen braucht man auch absolute Mittel. Zu solchen Mitteln gehören leider nicht unsere Sinne.

Man soll von einer einfachen Annahme ausgehen, dass der Mensch von dieser Welt stammt. Es gibt dabei nicht mystisches oder übernatürliches. Der Mensch, und nicht nur der Mensch, funktioniert in dieser Welt. So kennt der Mensch die Regelen und die Gesetze, die Physik und die Metaphysik von dieser Welt. Der Mensch kennt diese Gesetze, weil er nach diesen Gesetzen funktioniert. Der Mensch kennt die Wahrheit. Er kennt sie, aber er kennt sie nicht. Ein Paradox. Vielleicht doch nicht.

Alle vorherigen menschlichen Generationen und Populationen, genauso wie alle anderen Lebewesen, haben gesammelt die Informationen ¨über die Welt und sammeln sie weiter systematisch. Sie leiten diese Informationen weiter an die nächsten Generationen. Um die Welt zu verstehen, soll man also vor allem sich selbst fragen. Man soll aus sich diese Wahrheiten herausholen, welche schon in uns gesammelt sind.

Sich selbst zu fragen ist der richtige Weg zur Wahrheit.

Man soll hier unterstreichen, dass diese These dem Lernen von den anderen nicht widerspricht. Diese These widerspricht auch nicht der Wissenschaft.

Man soll aber immer sich selbst und auch die anderen fragen. Man soll auf sich selbst und auf die anderen schauen, sich selbst und die anderen hören. Mit ein bisschen Glück und Konsequenz, wird sich die Antwort auf die uns bewegenden Fragen selbst zeigen.

Wieso? Der Mensch ist von dieser und nur von dieser Welt. Da nur diese Welt existiert. Natürlich ist es nur eine Annahme. Aber es soll jemand versuchen diese Annahme zu widerlegen.

Der Mensch kennt die Wahrheit, ist sich dessen aber nicht vollständig bewusst. Der Mensch kennt die Prinzipien des Universums und funktioniert nach ihnen. Unserer Köper weiss, was Sauerstoff ist und atmet diesen Sauerstoff ein. Unser Organismus kann den Sauerstoff vom Stickstoff unterscheiden ohne in die Schule zu gehen. Hat ihn gekannt noch vor der Geburt. Wie ist das möglich, dass unser Körper es weiss, aber unser Verstand nicht.

Alle menschlichen Generation, und die Generationen vor den Menschen, und vor den Affen, und vor den Wirbeltieren oder mehrzelligen Organismen haben die Informationen über das Funktionieren von unserer Welt gesammelt. Haben diese Informationen implementiert und weitergeleitet. Man muss also sich selbst fragen um zu verstehen das, was schon auf dieser Weise entdeckt wurde. Man muss sich selbst fragen um die schon katalogisierten Wahrheiten aus sich selbst herauszuholen. Das, was noch nicht erreichbar ist, bleibt weiterhin zu entdecken. Dieser Prozess findet auch jetzt statt und wird weiter vorgesetzt.

Es geht dabei nicht darum, dass der Mensch für sich alleine eine Fundgrube des Wissens bleibt. Es geht dabei mehr um das Unterscheiden zwischen der Wahrheit und der Lüge oder der Unwahrheit zu trainieren. Man soll unterscheiden lernen, ob irgend jemand uns ein bisschen näher an die Wahrheit bringen will, oder ob er uns nur manipulieren will, um eigene Ziele zu erreichen.

Es geht auch um etwas mehr. Darüber diskutieren wir später.