2. Das Weltbild

Jeden, der probiert nach hinten zu schauen, stösst auf eine undurchdringliche Barriere. Wir wissen nicht was geschah vor dieser Barriere. Das Leben fängt für uns in einem bestimmten Moment an. Von diesem Moment an betrachten wir die Welt auf eine bestimmte Art und Weise. Dieses Weltbild wurde in unserer Kindheit vervollständigt durch unsere Einbildungskraft. Als Quellen für diese Einbildungskraft dienten verschiedene Märchen, Geschichten oder das Fernsehen. Dann wurde dieser Prozess durch die Religion, die Schule und die Arbeit ergänzt. Mit Hilfe der so herauskreierten Realitätsdarstellung gelingt es uns in dieser Realität zu funktionieren. Nur manchmal quält uns die Frage: Sehen wir die Welt wirklich so wie sie ist?

Wenn man richtig nachdenkt, dann gibt es in unserer Weltbetrachtung keinen Absolutismus, vielleicht mit der Ausnahmen des Willens sich zu vermehren oder zu essen. Die Familie, die Gesellschaft, die Religionen, die Kultur, die Geschichte, all dies bestimmt unser Weltbild. In der Tat, unsere Betrachtung der Realität ist abhängig davon, wo und wann wir geboren wurden.

Unsere Sinne, unser Verstand und unser Wille stehen uns zum Gebrauch zur Verfügung. All diese Werkzeuge sind jedoch nicht objektiv. In der Tat betrachten unsere Sinne nur einen beschränkten Abschnitt der Realität. Mit unseren Augen können wir nur einen Bruchteil des gesamten Lichtspektrums wahrnehmen. Dies können wir über jeden unserer Sinne feststellen. Alles was wir wahrnehmen ist also verfälscht. Kann man in so einer Situation überhaupt von Wahrheit sprechen? Kann man sich der Wahrheit in einer solchen Situation überhaupt nähern, geschweige denn sie erlangen.